| Never been kissed... now that's a real party |
[May. 15th, 2005|04:11 am] |
| [ | mood |
| | drunk, heavily depressed | ] |
| [ | music |
| | Crazy Town - Lollipop Porn | ] | Nachdem Markus kurzerhand das Buch „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ bei mir abgeholt hatte, ging es sofort in die Bahn Richtung Hauptbahnhof, wobei die Bahn nicht erwartet länger, sondern Gott sei Dank kürzer, nämlich nur 17 Minuten bis zur Wintergartenstraße gebraucht hat. Angekommen in der Osthalle wartete ich etwa 25 Minuten, bis eine bekannte Stimme aus der ferne „Michi“ rief und ich Tanja erblickte. Ich war etwas überrascht, sie bei Licht zu sehen, da ihre Haare offen und nicht, wie angenommen, schwarz, sondern rot gefärbt waren und ich sie ohne ihr Rufen gar nicht wieder erkannt hätte. Ich hatte sie vorher beim Courage-Konzert nur im Dunkeln gesehen und sie etwas anders Erinenrung… nichtsdestotrotz war sie bildhübsch – symmetrisches, kindliches Gesicht mit hohen Wangen und schöne Haare– ’ne kleine Süße halt. Fünf Minuten später kommt ein sehr seltsamer Typ die Bahnhofstreppe hinuntergestolpert, um ihr flüchtig auf den Mund zu küssen. Now that’s some real shit. Ich habe das einfach ignoriert, weil ich in die Gebräuche der Clique nicht eingeweiht bin und bin mit ihnen zu MiniMal gegangen, um etwas Bocco für mich und Sekt für den Gastgeber zu kaufen, wobei ich durch meine Volljährigkeit noch einige andere Getränke bezahlen musste. Nach etwa 10 Minuten Fußmarsch erreichten wir die Wohnung, in der die Party steigen sollte, wobei ich mich zunächst unter all den fremden Leuten - wenn auch zumeist jünger als ich – nicht so sehr sicher oder wohl gefühlt habe.
Nach ca. einer Stunde hatte ich mich dann schon mit einigen anderen Leuten auf der Party unterhalten und habe ein längeres Gespräch mit Susanne, einer der besten Freundinnen Tanjas, geführt, wobei es maßgeblich um Tanja ging. Schließlich hat sie mir gesagt, dass es sich bei diesem spackigen, bierparolenträllernden, 14-jährig aussehenden 17-jährigen Proll mit ungepflegten, längeren Haaren um Tanjas festen Freund seit 9 Monaten handelt und ich keine Chance habe, solange das mit den beiden so ernst ist und noch ne Weile halten wird. Das hat mich ziemlich nieder geschmettert, schon weil ich einen etwas intellektuelleren Freund erwartet hätte… und es kamen sofort wieder die Selbstmordgedanken und all der Kram auf. Ich hab mir gedacht: „Fuck off dude, kipp dir die Flasche hinter und fang an zu feiern!“. Susanne hat mir noch erzählt, dass sie auf einen Typen namens Max steht, der auf der Party ein recht… zugekifftes Bild abgegeben hat.
Eine gute halbe Stunde später knutschte sich Susanne mit irgendeinem Typen auf der Party rum, was mich an die Gebüschgeschichte von vor 2 Wochen erinnert hat. Jedenfalls war es nicht Max. Eine viertel Stunde später jedoch lag sie schon mit Max in einem der Betten und hat sich mit ihm rumgeknutscht, um danach mit ihm runter zu gehen und die Sache vor der Haustür fortzusetzen, wobei sie sein unverbindliches Fickangebot zurückwies, weil sie etwas für ihn empfindet und sich nicht von ihm verletzen lassen wollte. Katja meinte dazu nur, dass sie sich wünscht, dass die beiden endlich mal miteinander schlafen. Danach kam sie zu mir, um wieder ein längeres Gespräch zu führen, in dem es vornehmlich um sie ging und ich ihr auch wieder ein paar private Sachen von mir erzählt habe, wobei ich die Depressionsgeschichte auf ein „Na ja, das hat mich ziemlich fertig gemacht für ’ne Weile“ reduziere. Ganz blöd bin ich dann trotz „in vino veritas“ doch nicht. 30 Minuten späte rhat sie sich wieder mit irgendeinem anderen rumgeknutscht.
Als ich die Küche betrat, habe ich Kristin, meine süße Vorgänger-Gitarristin, erblickt und mich ein wenig mit ihr unterhalten, bei der noch eine andere süße Kleine namens Isabel „Isi“ mit rumhing. Nachdem ich mich auch eine Weile mit ihr unterhalten habe und schon eineiges Intus hatte, erfuhr ich, dass sie schon seit 6 Monaten irgendeinem Punk hinterher heult und sich etwas Zuneigung von nem gut aussehenden Typen wünscht. Total beduselt fragte ich sie, ob ich ihr reiche, was sie rasch bejahte und in den Arm genommen werden wollte. Keine Ahnung mehr, wie es genau dazu kam, aber ich habe mich glaube fast eine Stunde mit ihr rumgebissen, bis sie ihren Kopf in meinen Schoß legen wollte, wobei ich mich anweisen ließ, wohin ich mich zu setzen hatte, bis es ihr bequem genug war. Ich hatte sie auch ein paar Mal darauf hingewiesen, dass ich noch nie ein Mädchen geküsst habe und mich etwas von ihr etwas korrigieren ließ, weil sie meine Zungenbewegung zu stürmisch fand. Garnicht so schwer, auch wenn ich rein gar nichts mitbekommen und nur ein mehr oder weniges feuchtes Gesabber gemerkt habe. Als sie so in meinem Schoß lag, nahm sie meine Hand, um sie auf ihre Brust zu legen, wobei ich ihr nach kurzer Zeit schon unter den BH gefahren bin und zärtlich über ihre Brustwarzen streichelte. Sie erzählte mir ständig, dass sie sehr launisch ist und genauso hat sie sich auch verhalten…
Irgendwann stand sie auf, um zu Incubus zu tanzen, wobei jedoch keine Lieder von Incubus zur Auswahl standen. Wie gut, dass ich meinen MP3-Player mit hatte, den wir an die Anlage schlossen, um „Megalomaniac“ zu hören. Für 4 Minuten konnte ich ziemlich heiß mit ihr tanzen, bis sie mir am Ende des Liedes sagt: „ Du hör mal, ich habe gesagt, dass ich launisch bin, bitte hör auf damit, ich möchte nicht mehr und ich hänge noch an Falco“ (ihren Ex-Punkfreund). Wenigstens hat sie mir ihre Telefonnummer gegeben, was mir aber in dem Moment nicht mehr viel weiterhalf. Eine weitere halbe Stunde später saß sie in irgendeinem der Betten rum – mit Max! Aber ich glaube, sie hat nur mit ihm geredet… trotzdem.
Ich ging zurück ins Wohnzimmer zu Susanne, wo sie schon wieder mit mir reden wollte, weil sie schon wieder mit einem Anderen rumgeknutscht hatte und sie das mit Max fertig gemacht hat. Sie meinte wir wären uns so ähnlich (?) und sagte, dass sie mir um den Hals fallen möchte, was sie dann auch tat. Ich habe sie gefragt, ob wir zusammen zu Isabel und Max gehen sollten, worauf sie entgegnete „Au ja so ein Pisser und diese Schlampe, machen wir sie eifersüchtig“. Im Kinder-/Schlaf oder was-auch-immer-Zimmer angekommen, sagte sie zu mir „Küss mich, bitte, küss mich“, worauf ich jedoch nicht weiter einging, sondern mich stattdessen wieder neben Isabel setzte, um mich noch eine Weile mit ihr zu unterhalten. Auf dem Weg zum Nightliner, zusammen mit ihrer Freundin und Max, meinte sei, dass sie wieder nüchtern ist und die ganze Sache für sie nur Spaß und Notgeilheit war und ich mir nichts darauf einbilden darf, selbst wenn ich mich bei ihr melden kann. Sie kann sich wegen Falco gerade nicht auf etwas anderes einlassen und ich habe ihr nu entgegnet, dass ich so was nachvollziehen kann und es mir ja auch nicht so gut geht wegen einem Mädel. Zum Abschied hab ich sie noch dreimal zärtlich auf das Gesicht geküsst mit den Worten „Ich meld mich mal bei dir, Kleine“
Ich fühl mich so dreckig wegen der ganzen Sache, weil ich so was gar nicht machen will und eigentlich gehofft hatte, dass endlich mal was geklappt hätte. Außerdem habe ich ein schlechtes Gewissen wegen Tanja, die das mit dem Rumgeknutsche auch mitbekommen hatte, aber die es, glaube ich, nicht so wirklich interessiert hatte… und noch viel trauriger über die Sache mit ihrem tollen Freund. Ich rufe sie die Woche mal an und rede mit ihr über die Party. Immerhin hatte sie mich angelogen, was den Rückruf von gestern angeht. In ihrer SMS von heute morgen stand „Sorry, aber Susanne hat mich angerufen und wir haben so lange gequatscht, dass ich dann ganz müde war“. So wirklich geglaubt, hatte ich ihr das eh nicht, weil Tanja Susanne schon während des Telefonates mit den Worten „Ich telefoniere gerade mit Michael, ruf bitte morgen früh noch mal an deswegen“ abgewiesen hatte. Auf Nachfarge wurde der Verdacht auch bestätigt und ich geh e mal stark davon aus, dass ihr Freund sie Freitagabend angerufen hatte. Immerhin hatte sie das ja nicht ohne Grund verschwiegen… Ach mich macht das wieder alles so fertig… |
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